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Der ECF appelliert an alle Verantwortlichen in Politik und Verwaltung

EUROBIKE, Friedrichshafen, 30-08-2007

 

Der ECF appelliert an alle Verantwortlichen in Politik und Verwaltung:

Es wird höchste Zeit zur Kenntnis zu nehmen, welch bedeutenden Beitrag der Radverkehr bei der Bewältigung des Klimawandels zu leisten vermag.

 

Die Jahreshauptversammlung des ECF verabschiedete im Mai „Die Berner Erklärung des Europäischen Radfahrer Verbandes ECF“ unter der Überschrift „Mehr Platz fürs Fahrrad – seine Rolle in der Klimaschutz Debatte und der Verkehrspolitik!“ Auf der EUROBIKE 2007 überreichte ECF Präsident Manfred Neun gestern dieses Dokument dem Oberbürgermeister von Friedrichshafen, Josef Büchelmeier. Mit der EUROBIKE hat sich Friedrichshafen auf der Europäischen Landkarte der Fahrradstädte einen Platz in der Ersten Liga erspielt. Mit der Überreichung der Berner Erklärung wird dies augenfällig zum Ausdruck gebracht, und zugleich erinnert, welchen Beitrag alle Politiker und Verantwortlichen mit der Forderung des Radfahrens zur Verbesserung von Klimaschutz und Lebensqualität leisten können und sollen.

 

 

Die Velo-city Konferenz 2007 in München zeigte den Weg in die Zukunft, getreu ihrem Motto: „From vision to reality“.

 

Die Velo-city Konferenz im Juni 2007 in München war die am besten besuchte Velo-city aller Zeiten: 958 Teilnehmer aus 51 Ländern tauschten vier Tage lang Erfahrungen aus.  EU-Kommissar Jacques Barrot sandte eine Video-Botschaft, die zeigt, welch hohen Stellenwert die Förderung des Radverkehrs zukünftig haben soll. Die wohl wichtigste Erkenntnis von Celo-city 2007 betrifft das Thema „Fahrradfreundliche Städte“: Der Anteil des Radfahrens am öffentlichen Verkehr kann am schnellsten dann gesteigert werden, wenn die politisch Verantwortlichen bereit sind, in die Fahrrad-infrastruktur zu investieren und den Radverkehr auch durch die Beseitigung von Hemmnissen zu fördern. Fahrradfreundliche Städte haben die beste Lebensqualität, und damit wird Radfahren ein wesentliches Asset im Wettbewerb der Städte und Regionen untereinander.

 

 

Der ECF ruft dazu auf, mindestens 10 Prozent der Verkehrs Etats in radfahrfördernde Maßnahmen zu investieren.

 

Der Aufruf des ECF richtet sich an alle für Verkehrs- und Transportfragen zuständigen Stellen auf allen Ebenen in Europa, unverzüglich verbindliche Ziele für eine radikale Steigerung der Fahrradnutzung zu setzen, und sich mit sofortiger Wirkung zu verpflichten, mindestens 10 Prozent der Verkehrs Etats in fahrradfördernde Maßnahmen zu investieren. Die Europäische Kommission wird aufgefordert, dem Radverkehr eine zentrale Rolle im Grünbuch zum Verkehr zu geben, das sich aktuell in Vorbereitung befindet.

 

 

Die Europäische Kommission und die EU Mitgliedsstaaten haben die Resolution des Europäischen Parlaments zum Fahrradtransport in allen Zügen in Europa abgelehnt.

 

Das Europäische Parlament beschloss im letzten Jahr, dass der Fahrradtransport in Europa für alle Züge verbindlich vorgeschrieben wird. Unglücklicherweise wurde diese Resolution durch die Europäische Kommission und die EU Mitgliedstaaten gekippt. Im Gegenzug wurde ein Textentwurf vorgelegt, der es den Eisenbahngesellschaften in Europa erlauben soll, auf den Fahrradtransport in ausgewählten Internationalen und Hochgeschwindigkeitszügen zu verzichten. In Deutschland beispielsweise gibt es ein starkes jährliches Wachstum im Fahrrad Tourismus, aber die Deutsche Bundesbahn schaffte es mit der Verschlechterung des Angebots, den Fahrradtransport im Fernverkehr um mehr als die Hälfte zu reduzieren. Expansion, Verbesserung und Förderung der Infrastruktur für den Fahrrad Tourismus sind nach Meinung des ECF das Gebot der Stunde, und dazu gehört das Europäische Fernreisenetz EuroVelo ebenso wie die Mitnahme von Rädern in allen Fernreisezügen.

 

 

Weitere Informationen bei:

Dr. Bernhard Ensink, ECF Generalsekretär – GSM: +31641744350 – b.ensink@ecf.com

 

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