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17.04.2007Deutschland im Fahrradfieber - Projektidee zur Verdoppelung des Radverkehrs

Mit einer bundesweiten Kampagne "Radlust - Kommunikation für mehr Fahrradverkehr" wollen 26 Trierer Studenten der Angewandten Geographie den Radverkehr in den nächsten fünf Jahren verdoppeln. Mit Vorschlägen für Werbeplakate und Filmspots sollen Verkehrspolitik, Fahrradwirtschaft und Medien von der Idee einer bundesweiten Fahrradkampagne überzeugt werden. Die Arbeitsergebnisse werden erstmals im Juni auf dem Evangelischen Kirchentag in Köln und auf der internationalen Velo-City-Konferenz in München präsentiert.

 

Riesige Potenziale für das Fahrrad in der Stadt

 

"Eine Verdoppelung des Radverkehrs innerhalb der nächsten 5 Jahre", das haben sich die Studenten der verkehrsgeographischen Projektgruppe der Universität Trier auf die Fahnen geschrieben. Sie entwickeln derzeit unter der Leitung von Professor Heiner Monheim ein Konzept für eine innovative Kampagne zur Förderung des Fahrradverkehrs.

 

Aus Sicht der Studenten leistet das Fahrrad nicht nur einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Vielmehr steht der Spaßfaktor des Fahrrads im Fokus der Kampagne. Mit einer Vielzahl werbewirksamer Plakate stellen veranschaulichen die Studenten die Radlust, das intensive Stadterlebnis auf dem Rad und möchten die Menschen so emotional für das Thema begeistern.

 

Mehr als 80 Prozent aller Haushalte in Deutschland besitzen ein Fahrrad und somit eigentlich auch die notwendige Voraussetzung für mehr städtische Lebensqualität und genussvollere Mobilität. Größtes Hindernis beim alltäglichen Griff zum Fahrrad ist jedoch die tiefe Verankerung automobiler Gewohnheiten in der Gesellschaft, die auch viele Politiker von einer engagien rten Fahrradförderung abhält.

 

Stadtradeln als Passion

 

Mit professionellen Fotos, plakativen Slogans und emotionsgeladenen Werbespots soll jetzt ein Umdenken erreicht werden. Die Studenten wollen neue Perspektiven aufzeigen und vor allem die Botschaft einer positiven Fahrradkultur in der Öffentlichkeit verbreiten. Aspekte wie Freiheit, Kommunikation, Bewegungslust und Selbstverwirklichung sind für die Radlust-Kampagne charakteristisch. Dabei liegt die Betonung auf dem alltäglichen Fahrradverkehr in der Stadt und weniger auf dem Freizeitradeln.

 

Das Projektteam ist überzeugt, dass das Fahrrad als weltweit am weitesten verbreitetes Individualverkehrsmittel eine bedeutende Renaissance vor sich hat und vor allem den Stadtverkehr am schnellsten aus dem Dauerstau führen kann. Daher ist die Verkehrspolitik zum Handeln aufgefordert.

 

Präsentation auf Festivals, Messen und Kongressen

 

Vorstellen werden die Studenten ihre Arbeitsergebnisse erstmals beim Evangelischen Kirchentag auf dem Messegelände Köln Deutz vom 6. bis 8. Juni. Anschließend folgt die Präsentation der Kampagne auf der internationalen Fahrradkonferenz Velo-City, die vom 12. bis 15. Juni in München stattfindet und 600 Fahrradfachleute aus aller Welt zusammenführt. Die Veranstaltung steht in diesem Jahr unter dem Motto „From Vision to Reality“. Neben einer Workshop-Präsentation wird es in München auch Ausstellungen zur Radlust-Kampagne im Deutschen Museum, im Kulturzentrum Gasteig und am 10. Juni auf dem Streetlife-Festival geben.

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